Förderung


Veröffentlicht 06.07.2013


Innenminister Karl Peter Bruch überbrachte die frohe Botschaft.
Nun muss das Millionenprojekt nur noch auf Platz 1 der Prioritätenliste des Kreises kommen.


damo - ; Wenn ein Staatsminister sechs Wochen vor der Landtagswahl freiwillig ein potenzielles Bauprojekt besichtigt, dann sind die Rollen schnell verteilt: Die einen erklären, warum gerade ihr Projekt Fördermittel verdient hat; der Minister hört zu und zaubert im Idealfall die ersehnte Förderzusage aus der Tasche.
Tatsächlich lief es am Freitag auf dem Dammicht auch genau so ab - und doch durchbrach einer wohltuend die übliche Dramaturgie: Mit dem Satz "Ich könnte Sie knutschen!" ließ Fördervereinsvorsitzender Klaus Becher seiner Freude freien Lauf. Über
diese Abweichung vom Drehbuch musste dann sogar der Minister schmunzeln.
"Gut, dann denke ich: Machen wir's!" Ansonsten verlief der Besuch von Innenminister Karl-Peter Bruch vergleichsweise unspektakulär. Bruch kam, hörte
zu, schaute gewohnt skeptisch in die Runde, fragte einige Details ab und sagte schließlich den erhofften Satz: "Gut, dann denke ich: Machen wir's!"
Über Details ist noch zu sprechen Soll heißen: Das Land ist bereit, das 1,1-Millionen-Euro-Projekt finanziell zu fördern. Üblicherweise steuert Mainz
bei solchen Projekten 40 Prozent bei; 10 Prozent kommen in der Regel vom Kreis, den Rest übernehmen die Ortsgemeinde und die beteiligten Vereine, also DJK und TuS "Germania", die eigens für das Kunstrasenprojekt
einen Förderverein ins Leben gerufen haben. Diese Zahlen sind aber noch nicht endgültig: "Über die Details der Finanzierung müssen wir sprechen, wenn es soweit ist", sagte Bruch.